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Dez
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Toto’s Manta B

Von Tom veröffentlicht

14.12.2010; Solche Schnäppchen sind heute selten … verdammt selten geworden. Seinen, aus erster Hand stammenden, 79er Manta B in bernsteingold metallic holte Toto im Jahr 2000 für die obligatorische Mark aus einer Garage in Hannover. Dabei stand der 2.0 E mit Berlinetta Ausstattung beinahe wie neu da. Okay, ein paar Kleinigkeiten mussten gemacht werden, bevor das Schätzchen nach 6 Jahren Standzeit wieder über den Asphalt rollen durfte. Doch besonders die Karosserie, bekannt für ihre leidenschaftliche Beziehung zu Gevatter Rost, war durch die Dynol Holmraumversiegelung der ersten Tage nahezu unversehrt.

Die ideale Basis also, um an den nicht lange auf sich wartenden Umbauideen möglichst viel und lange Spaß zu haben. Zunächst bekam der Manta ein neues Herz mit mehr Leistung. Ein 2.2 Liter Rekord E Motor durfte für die nächsten 3- 4 Jahre seinen Dienst verrichten. Fahrwerksmäßig ging’s mit, für ihre große Toleranz bekannten, 55mm Jamexfedern mächtig bergab. Die nicht allzu großen 14 Zöller von BCW füllten das Radhaus daher trotzdem gut aus. Es folgten weitere, kleine Umbauten, bis Toto den heutigen Status erreichte.

Heute werkelt ein 3 Liter 6 Zylinder aus einem Senator B mit alter Einspritzanlage und ohne Kat in dem Auto. Gekühlt wird das Aggregat durch einen unter die Frontmaske versetzen Wasserkühler vom Opel Calibra Turbo und einem Hochleistungs-E-Lüfter von Spal aus dem Rennsport. Für den Abtransport der Abgase ist die Jetex Gruppe A mit Drillingsrohr verantwortlich und spendiert dieser Prozedur zudem einen angenehmen Klang. Die durch den Leistungszuwachs modifizierte Bremsanlage besteht aus Bremskraftverstärker vom Commodore B, Hauptbremszylinder aus einem Senator A, Stahlflex Bremsleitungen und größeren Bremsscheiben an der Vorderachse. Das Fahrwerk erfuhr ebenfalls ein Upgrade und besteht aus Mantzel-Federn, Spax-Dämpfern und verstärkten Stabis von Strauss an Vorder- und Hinterachse. Die Gummis im Maßstab 195/45 rollen heute auf 8×15 ET15 Revolution Classic Line Felgen.

Im Übrigen: dank der eingangs erwähnten Vorsorge steht der Manta nach wie vor unrestauriert im ersten Lackkleid da. Wir dürfen also sicher sein, auch zukünftig etwas vom „Rochen“ zu hören.